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Innovation und Zukäufe sichern den Wachstumskurs

Wie PSW Tradition und moderne Metallverarbeitung verbindet

September 2026 Hannover

Mit einer maßgeschneiderten Nachfolgeregelung und strategischen Zukäufen stellt sich die PSW-Umformtechnik GmbH sehr nachhaltig zukunftsfähig auf. Unter neuer Führung und begleitet von der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen (MBG) mbH vollzieht der Elzer Spezialist für Feinblechbearbeitung nun den Wandel zum Industrieanbieter.

PSW

Die PSW-Umformtechnik GmbH hat sich über die Jahre als verlässlicher Spezialist in der industriellen Feinblechbearbeitung am Markt verankert. Auf rund 3.000 Quadratmetern Produktionsfläche fertigen die inzwischen knapp 100 Beschäftigten des Betriebs kundenspezifische Bauteile, Gehäusekomplettsysteme und Gehäusekomponenten. Das Spektrum der verarbeiteten Werkstoffe reicht dabei von Stahl und Edelstahl über Aluminium und Kupfer bis hin zu Messing und Weißblech. Durch ein hohes Maß an technologischem Know-how, Flexibilität und ausgeprägten Qualitätsstandards hat sich das Unternehmen zu einem geschätzten Partner etabliert. Zu den belieferten Branchen gehören vor allem die Elektroindustrie, die Antriebstechnik, der Bahnsektor sowie die Rüstungsindustrie.

Klare strategische Neuausrichtung und ehrgeizige Ziele

Mit dem Inhaberwechsel erfolgte für die Firma eine klare strategische Neuausrichtung. Die bewährte Kompetenz in der Metallverarbeitung wird nun mit internationalen managementerfahrungen, frischen Impulsen sowie einem erweiterten Netzwerk verknüpft. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Beschleunigung von Automatisierungsprozessen,
der Integration humanoider Robotik und dem verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, das Unternehmen durch die Ansprache neuer Kundengruppen sowie den Eintritt
in zusätzliche Marktsegmente noch breiter aufzustellen.

Finanzierungsstruktur für nachhaltiges Wachstum

Um eine solche Expansionsstrategie solide zu unterfüttern, bedarf es einer
maßgeschneiderten Finanzierungsstruktur. Im Zuge der Nachfolgeentscheidung wurden im Vorfeld verschiedene Modelle von klassischen Bankkrediten über Family-Office-Engagements bis hin zu stillen Beteiligungen eingehend geprüft. Ausschlaggebend für die letztlich gewählte Struktur war der Wunsch nach hoher unternehmerischer Bewegungsfreiheit und kurzen Reaktionszeiten. „Für mich war entscheidend, auch
künftig unternehmerisch schnell und unabhängig handeln zu können, um flexibel auf Marktanforderungen reagieren zu können. Auch aus diesem Grund haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Niedersachen (MBG) mbH entschieden“, erklärt Hanuschik. Die Wahl fiel schließlich auf ein
kombiniertes Modell unter Einbindung von Förderbanken und regionalen Partnern.
Neben der KfW und der örtlichen Sparkasse Hameln-Weserbergland spielten die Bürgschaftsbank Niedersachsen GmbH sowie die MBG eine zentrale Rolle bei der Strukturierung des Kapitals.

Zum Beitrag in der Unternehmeredition.

Interview mit Matthias Zorn, Firmenkundenbetreuer und Prokurist bei der MBG

Matthias Zorn

„Bonitätsstarke Zielgesellschaft war Grundstein erfolgreicher Nachfolge“

Unternehmeredition:
Welche Art der Beteiligung hat im Rahmen dieser Transaktion stattgefunden?

Matthias Zorn: Die MBG hat sich als typisch stiller Gesellschafter an der Holding beteiligt. Das Projekt kam nach Angaben der Beteiligungsgesellschaft über die Vermittlung eines Kreditinstituts zustande.

Wie kam es zum ersten Kontakt? Gab es Vorbeziehungen?
Der MBI-Manager war uns bereits aus früheren Gesprächen bekannt. Die meisten Verhandlungspartner kannten sich somit bereits vor den ersten Investorengesprächen.

Was war ausschlaggebend für Ihre Zusage für eine Beteiligung?
Eine bonitätsstarke Zielgesellschaft und ein überzeugender MBI-Manager waren der Grundstein für die erfolgreiche Nachfolge. Neben Eigenkapital und einem nachrangigen Verkäuferdarlehen flossen Fremdkapitalmittel der Sparkasse Hameln-Weserbergland ein. Zudem wurden die Bürgschaftsbank Niedersachsen GmbH und über den ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge die KfW eingebunden. Somit lag ein vielfältiger Finanzierungsmix vor.

Wie erleben Sie aktuell die Zusammenarbeit und die Entwicklung des Unternehmens?
Ich erlebe eine von gegenseitigem Vertrauen und Offenheit geprägte Geschäftsverbindung, die von einer plangemäßen Entwicklung der Zielgesellschaft flankiert wird. Wir sind sehr zufrieden mit der bisherigen Geschäftsverbindung und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft.